birkacher notizen
Aus
dem Leben von Birkach, Schönberg und Asemwald
Interessantes und Neues aus
Stuttgart-Birkach und Umgebung:
Sehenswürdigkeiten, Spaziergänge, Stadtplan,
Luftbilder, Geschichte, Informationen, Dies und Das
Bilder
der 50er Jahre
Die
fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts . . .
...
sind eine jüngere Periode unserer Geschichte, in der die Schrecken und Folgen des
Krieges und der nationalsozialistischen Diktatur zwar noch sehr gegenwärtig, die Gedanken des Alltags aber hauptsächlich auf den Neuanfang und
Wiederaufbau des Landes und der Gesellschaft gerichtet waren. Auch für die
Birkacher waren die ärgsten Nöte vorbei, von Wohlergehen und Wohlstand,
wie man sie heute versteht, war man aber noch weit entfernt. Doch man sah
die Erfolge der Aufbauarbeit, die politischen und wirtschaftlichen
Verhältnisse hatten sich stabilisiert, immer mehr Menschen kamen wieder in
Arbeit, finanzielle Sorgen wurden geringer, man schaute mit wachsender
Zuversicht in die Zukunft. So entwickelte sich auch eine neue
Dorfgemeinschaft auf neuer Grundlage, wesentlich beeinflusst durch die
Anstrengungen von Kirchen und Vereinen und durch viele neue Einwohner.
Die
alten Strukturen der 20er und 30er Jahre begannen sich nach und nach zu
verändern. In der Landwirtschaft ersetzte - wenn auch nur allmählich - der Traktor Ochsen und Pferde, die
Anschaffung eines Autos wurde hier und dort möglich und zunächst zum viel
beachteten Ereignis. In den Neubaugebieten folgte ein neues Haus auf das
andere, viele neue Bewohner kamen nach Birkach. Das Dorf veränderte sein Gesicht und
wandelte sich langsam aber stetig vom bäuerlich geprägten „Flecken“
zur Wohngemeinde. Aber Birkach war durch den Verlust seiner Selbständigkeit nach der Eingemeindung unter nationalsozialistischer Herrschaft 1942
"nur noch“ ein Stadtbezirk von Stuttgart und blieb deshalb hinsichtlich
notwendiger kommunaler Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und
Dienstleistungen sehr lange unterversorgt - ein Zustand, der bis in die 70er
Jahre andauern sollte.
Die
Bildzeugnisse aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts sind spärlich;
die Birkacher hatten andere Sorgen, als ihre Umgebung in Fotos festzuhalten.
Deshalb haben die wenigen vorhandenen Bilder eine umso größere Bedeutung
und Aussagekraft für uns heute. Schon ist die Zahl derjenigen, die sich
noch an das Birkach der 50er Jahre erinnern können, geringer als die Zahl
derjenigen, welche Birkach nur aus neuerer Zeit kennen. Mit der folgenden
Auswahl an Bildern wollen wir bei den einen Erinnerungen wecken, bei den
anderen die Neugier auf die jüngere Vergangenheit des Ortes, die ja hier und
dort immer noch erlebbar ist.
Klicken Sie auf ein Foto, um es im Großformat zu öffnen.
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Hier
geht’s nach Birkach!
Bei der Garbe auf der Filderhauptstraße.
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Und so sieht es dort
heute aus!
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Das
Birkacher Rat- und Schulhaus von 1826
(als solches genutzt bis 1970/1973) |

Heute macht das Gebäude
natürlich einen "frischeren" Eindruck. Der Tarnanstrich des
Weltkrieges ist weg, auch die Luftschutzsirene auf dem Dach; leider
aber fielen die Fensterläden der Modernisierung zum Opfer.
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Alte Dorfstraße 1955 in
Richtung Birkheckenstraße |

heute fast noch wie
früher - nur das "Buhle Häusle" fehlt,
und früher gab es eben kaum ein Auto.
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Alte Dorfstraße 1961
mit altem Rat- und Schulhaus |

Heute gibt es das
Häusle an der "Wette" nicht mehr,
bei Haus Nr. 43 wurde das Fachwerk freigelegt.
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Bebauung an der
Bientzlestraße Anfang der 50er Jahre
mit Blick zum Muttergartenweg |

Maler
Willer im Schönberg, 1956 |
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Glockenweihe 1951 |

TSV
Birkach, Erste Mannschaft, Anfang der 50er Jahre |
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Die
ersten Vereinsausflüge nach dem 2. Weltkrieg waren für das
Zusammenwachsen des „Dorfes“ bedeutsam:
Feuerwehrausflug 1951 nach Schorndorf |

Der
Sängerkranz wird 75 Jahre alt – 1954 |
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Schulkasse
Anfang der 50er Jahre (Jahrgänge 1938/39)
mit Lehrer Helbig |

Die
Landwirtschaft war noch vertreten –
Max Mögle beim Mistfahren in der Alten Dorfstraße |
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Fa.
Fritz Schäfer in den 50er Jahren |

Fam.
Erwin Weissinger
(mit dem legendären Dreirad von Erwin Weissinger) |
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Der
letzte „echte“ Birkacher Kolonialwarenladen Fessler (bis 1955) |
Der Birkacher
Kolonialwarenladen Fessler, Birkheckenstraße 1
Auch die Städtische Sparkasse/Girokasse war hier zu Hause. |
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Jahrgangsfeier
im Gasthaus zum Ramsbachtal
(vermutlich der Jahrgänge 1921-1923) |
Wer mehr über Birkach
erfahren möchte, sollte sich unbedingt das im Dez. 2007 erschienene Buch
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Wort über das ältere und jüngere Birkach zu finden. Ein wirklich lohnender
Einkauf!
Und hier eine
abschließende Bitte an unsere Leser: Wenn Sie über interessante Fotos
aus den Vor- und Nachkriegsjahren oder auch von späteren wichtigen
Ereignissen und Situationen verfügen sollten, wären wir dankbar, wenn Sie
uns diese zum Erstellen einer Kopie ausleihen würden. Das Original erhalten
Sie innerhalb weniger Tage zurück. Bitte melden Sie sich hier.
